Fachtagung Kommunale Jugendpolitik

10. Oktober 2019

Aktiver Austausch im Haus der Jugend in Düsseldorf: 60 aktive Jugendverbandler_innen aus NRW, Verantwortliche aus kommunalen Jugendringen und Vertreter_innen aus den Landesverbänden haben diskutiert, wie sie ihre Kommunen im Sinne junger Menschen mitgestalten können. Deutlich zeigte sich, wie unterschiedlich die Ausgangslage für kommunale Jugendpolitik der Verbände in NRW ist: Nur wenige Jugendringe erhalten die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Strukturförderung. Die meisten arbeiten vor Ort ehrenamtlich und schon Entfernungen in Landkreisen hemmen die Arbeit und Wirkung vernetzter Jugendverbandsarbeit vor Ort. Daher versuchen die Verbände durch Kooperation Strukturen der Jugendarbeit zu sichern.

Unterstützt durch die Landesjugendämter diskutierten die Teilnehmenden der Fachtagung, wie Jugendverbände durch das Jugendamt wahrgenommen werden und wie man die Zusammenarbeit von Jugendringen und Jugendparlamenten weiter ausbauen kann. Anschließend gingen die Jugendverbandler_innen gemeinsam mit Frau Prof. Walter von der FHöV in Dortmund der Frage nach, ob Jugendringe eher Interessenvertreter_innen oder Lobbyist_innen für Jugendarbeit und junge Menschen sind. Neben dem Thema Sichtbarkeit von Jugendarbeit in sozialen Medien ging es auch um den Umgang mit rechtsextremen Positionen im Jugendhilfeausschuss. Die Teilnehmenden sprachen sich abschließend für eine regelmäßigen Wiederholung dieser Austauschmöglichkeit aus, um Impulse zu erhalten und neue Kontakte schließen zu können.