Geschlechtergerechtigkeit

3 Mädchen demonstrieren mit Schildern auf der Straße

Alle großen politischen Themen sind auch Fragen nach der Geschlechtergerechtigkeit. Junge Menschen durchleben ihre Identitätsfindung entlang gesellschaftlicher Kategorisierungen, Strukturen und Anerkennungsverhältnissen. Die (erste) Frage, wer wir sind, geht dabei über das Geschlecht.

Zuständig im Vorstand

Maja Tölke

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Ihre Ansprechpartnerin

Janine Winkler
Stellv. Geschäftsführerin
Referentin für Grundsatzfragen

Themen: Geschlechtergerechtigkeit, Sozialpolitik, Medienpolitik und Innere Sicherheit

Telefon: 0211 49 76 66-12
E-Mail: winkler(at)ljr-nrw.de
Bürozeiten: Montag – Freitag

Jugendliche und junge Erwachsene wachsen in sozial tief verwurzelten Differenzzuschreibungen von Geschlecht und Sexualität auf und setzen sich mit gesellschaftlichen Vorgaben, Stereotypen sowie Normen auseinander. Geschlechtergerechtigkeit kann daher nicht (ausschließlich) losgelöst von anderen Themenbereichen betrachtet werden.

Der Landesjugendring NRW widmet sich Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsthema zum Verständnis von Personengruppen innerhalb gesellschaftlicher (Macht-)Strukturen. Hierbei wird ein Schwerpunkt auf folgende Aspekte gelegt: Frauen_förderung, Sichtbarkeit von jungen Mädchen_, Akzeptanz von Vielfalt in Bezug auf Geschlechtsidentitäten und Sexualitäten.

 

Gendergerechte Schreibweise beim Landesjugendring NRW:

Im besten Fall mitgedacht ist nicht das Gleiche wie benannt zu werden.

„Mitte des 19 Jahrhunderts schrieben Mathematiker bereits die ersten Computerprogramme.“ An wen denken wir, wenn wir diesen Satz hören? Die meisten werden vermutlich Männer vor Augen haben. Tatsächlich schrieb das erste Computerprogramm die britische Mathematikerin Ada Bryon (1815 -1852).

Sprache ist ein Zeichensystem das Wirklichkeit abbildet. Wie über Menschen gesprochen wird, wie wir sie bezeichnen, sagt viel darüber aus, welchen Wert und welchen Platz wir ihnen in der Gesellschaft beimessen.

 

Sprache ist ein machtvolles Instrument, um Wirklichkeit herzustellen.

Es gibt Menschen, deren Identität weder weiblich noch männlich ist. Unsere Alltagssprache impliziert jedoch, dass es lediglich zwei biologische oder soziale Geschlechter (Geschlechterdualität) gibt. Durch gendergerechte Sprache wird dieses Bild in Frage gestellt und erlaubt es, auch diverse geschlechtliche und sexuelle Identitäten zu berücksichtigen.

Die Entscheidung, welche Schreibweise wir nutzen, sollte immer vor der Frage erfolgen, welche Personen(gruppen) wir ansprechen. Hilfestellung zu gendergerechten und neutralen Schreibweisen gibt es hier.

 

Gender-Gap:
Um Ausschlussmechanismen durch Sprache nicht zu (re-)produzieren, nutzen wir neben der direkten Ansprache oder neutralen Schreibweisen den gender_gap ‚_’. Durch den Unterstrich wird Platz für Personen jenseits der Geschlechterdualität von Mann und Frau geschaffen.