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Multi-Schulung Flucht

1. Januar 2019

Geflüchtete und Menschen ohne Fluchtgeschichte werden gemeinsam zu Multiplikator_innen ausgebildet und geben anschließend Workshops zu den Themen Flucht und Rassismus.

„Weltweit sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Trotz all des Leids und damit verbundenen Fragen nach globaler Gerechtigkeit, sind die Fluchtursachen ebenso wie Rassismus in Deutschland für viele Menschen kein großes Thema. Genau das ändert die BUNDjugend NRW: Durch die Multi-Schulung Flucht wurden rund 80 junge Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte in 6 Monaten zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet, um Workshops zu den Themen Flucht und Rassismus an Schulen und für die breite Öffentlichkeit anzubieten. Denn während in Medien ebenso wie im Schulunterricht oft nur über geflüchtete Menschen gesprochen wird, übernehmen sie nun die Leitungsrolle und konnten in ihren selbstorganisierten Workshops bereits mehr als 1000 Menschen erreichen. Statt Ausgrenzung erfahren sie Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Anerkennung, während die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ohne Fluchterfahrung lernen, auf Augenhöhe zu handeln – gemeinsam für ein grenzenloses Miteinander!“

Gruppe:
BUNDjugend NRW

Dauer:
6 Monate pro Schulung

Gruppengröße:
ca. 50 Aktive, 80 Menschen wurden geschult

Motivation:
„Die Schulung ist in ihrer Qualität & Intensität einmalig. Am meisten begeistert uns, dass Menschen mit so unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen und so schnell so viel Vertrauen entsteht! Sowohl geflüchtete als auch nicht geflüchtete Multis sagen uns immer wieder, dass sie so etwas noch nie erlebt haben, so eine Gruppe, die sich wie Familie anfühlt. Das mag kitschig klingen, ist aber ein Ergebnis der Hingabe und Herzlichkeit, die alle in die gemeinsame Zeit geben. Durch das Hinterfragen unserer eigenen Rassismen, den langen & intensiven Gruppenprozess sowie durch den Fokus auf Begegnung & Austausch wird uns immer wieder gespiegelt, dass die Schulung ein Ort ist, wo alle so sein können, wie sie sind. Die Qualifizierung sorgt für eine besondere Nachhaltigkeit: Durch die gemeinsamen Lernerfahrungen und die neuen Freundschaften ist Flucht kein Modethema mehr, sondern etwas, was alle betroffen macht und dauerhaft motiviert für eine solidarische Welt aktiv zu sein.“

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