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Fachkraftoffensive starten! Qualität in der frühkindlichen Bildung steigern!

Stellungnahme des Landesjugendrings NRW zur Anhörung im Landtag (Drs.17/2549)

Bildung – vom Kind her gedacht!

Als Jugendverbände sehen wir es als unsere Aufgabe, die Perspektive von Kindern und Jugendlichen einzubringen. Vor diesem Hintergrund stellen wir fest, dass die Betreuung immer noch von den Sorgeberechtigten her gedacht wird – und das bedeutet häufig: von den Ansprüchen der Arbeitgeber_innen. Von den Kindern aus gedacht ist eine hochwertige, partizipativ gestaltete Kinderbetreuung sinnvoll – es ist allerdings nicht sinnvoll, dass Arbeitgeber_innen die Taktgeber_innen schon für Kleinkinder sind. Der Faktor Zeit ist in Familien der höchste Stressfaktor (Belastungen und Bewältigungsstrategien von Eltern). Dies kann sich auch negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirken. So haben „knapp ein Viertel der Mütter und Väter, die sich zeitlich stark oder sehr stark belastet fühlen, Kinder mit gesundheitlichen Problemen […]. Kindern geht es besser, wenn ihre Eltern weniger unter Zeitdruck stehen. Daraus lässt sich folgern, dass sich ausreichend freie und selbstbestimmte Zeit positiv auf die Gesundheit der ganzen Familie auswirkt“, so eine Krankenkasse.

Diese grundsätzliche Überlegung setzt neben dem Land und den Trägern auch Arbeitgeber_innen in der Pflicht. Hier gibt es immer wieder gute Beispiele und Ansätze, Arbeit so zu organisieren, dass mehr Zeit für Freizeit bleibt – und damit auch für Familie (Zeit Spezial).

Dessen ungeachtet ist eine qualitativ hochwertige frühe Bildung für Kinder von großer Bedeutung und hat den Anspruch, die Durchlässigkeit und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft zu erhöhen. Als Landesjugendring NRW möchten wir dabei besonders auf das Kindeswohl (§ 2 KIBIZ) und das Recht des Kindes auf Partizipation (§ 13.6 KIBIZ) verweisen (Erkenntnisse aus der Praxis von Prof. Sturzenhecker).

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